Die aktualisierte Strategie setzt stärker auf nationale Sicherheit, heimische Wertschöpfung und internationale Partnerschaften.
Rohstoffreiche Länder wollen ihre Bodenschätze nicht mehr nur exportieren, sondern von den nachgelagerten Stufen der Wertschöpfung profitieren, so auch Australien. Diesen Ansatz hat die Regierung von Premierminister Anthony Albanese mit der am Dienstag von Rohstoffministerin Madeleine King vorgestellten Aktualisierung der Critical Minerals Strategy 2023–2030 bekräftigt. Diese gewichtet bestehende Maßnahmen vor dem Hintergrund zunehmender geopolitischer Spannungen, verzerrter Rohstoffmärkte und wachsender Risiken für internationale Lieferketten neu.
Konkret sollen die heimische Verarbeitung und Raffination kritischer Rohstoffe ausgebaut, Projekte bis zur Investitionsentscheidung vorangebracht und die Entwicklung sowie kommerzielle Nutzung eigener Technologien gestärkt werden.
Im Vergleich zur ursprünglichen Strategie von 2023 rücken die nationale Sicherheit und die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit stärker in den Mittelpunkt. Ein Instrument dafür ist die bereits angekündigte strategische Rohstoffreserve, die sich zunächst auf Antimon, Gallium und Seltene Erden konzentriert. Zugleich will Australien die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern vertiefen, um Investitionen anzuziehen, neue Absatzmöglichkeiten zu erschließen und die Abhängigkeit von konzentrierten Lieferketten zu verringern.
Beitragsbild: Adrian Wojcikm, art-illustrations-images

