Nach Angaben des Unternehmens wäre das geplante Werk im Bundesstaat New York eine der größten Seltenerd-Trennanlagen weltweit. Vorgesehen ist eine Jahresproduktion von mehr als 4.400 Tonnen separierten Seltenerdoxiden.
Phoenix Tailings baut seine Verarbeitungskapazitäten für Seltene Erden in den USA aus. Das Unternehmen stellt bereits Seltenerdmetalle und -legierungen in Massachusetts und New Hampshire her. Nun will es rund 375 Millionen US-Dollar in eine neue Trennanlage in Rochester im Bundesstaat New York investieren. Geplant ist, die Produktion 2027 schrittweise hochzufahren und 2028 die volle Kapazität zu erreichen.
Die Anlage ist darauf ausgelegt, jährlich mehr als 18.000 Tonnen Ausgangsmaterial aus Bergbau und Recycling zu verarbeiten. Daraus will Phoenix über 4.400 Tonnen getrennte Seltenerdoxide gewinnen und diese anschließend an anderen Standorten zu Metallen weiterverarbeiten. Bei voller Auslastung wäre das Werk nach Unternehmensangaben eine der größten Seltenerd-Trennanlagen weltweit. Eingesetzt wird dabei eine firmeneigene Technologie, die nach Aussage von Phoenix ohne giftige Nebenprodukte und direkte CO₂-Emissionen auskommt.
Zentrale Lücke in der US-Wertschöpfungskette im Visier
Der geplante Standort ist Teil des mehr als 1,2 Milliarden Dollar umfassenden Freedom-Projekts von Phoenix. Dieses zielt mit neuen Kapazitäten für Seltenerd-Trennung und Metallherstellung darauf ab, eine zentrale Lücke in der heimischen Verarbeitungskette zu schließen. Denn die nachgelagerten Schritte in der Wertschöpfung Seltener Erden sind noch stärker in China konzentriert als der Bergbau. Für das Projekt hat das US-Verteidigungsministerium eine an Bedingungen geknüpfte Kreditzusage über 500 Millionen Dollar erteilt.
Auch andere Branchenvertreter treiben den Ausbau der US-Seltenerdindustrie voran. Der größte heimische Hersteller der kritischen Rohstoffe, MP Materials, produziert in Texas bereits Neodym-Praseodym-Metall und will seine Magnetfertigung erweitern. Weitere nordamerikanische Unternehmen wie ReElement, REalloys und Ucore arbeiten an zusätzlichen Kapazitäten für unterschiedliche Verarbeitungsstufen.
Photo: TRADIUM GmbH

