Startup sammelt Geld von US-Regierung ein, um Produktion von hochreinem Eisen zu beginnen
Wenn es um Seltene Erden geht, stehen derzeit vor allem Permanentmagnete im Fokus. Besonders Neodym-Eisen-Bor-Magnete (NdFeB) gelten als Schlüsselkomponenten für Elektromotoren, aber auch zahlreiche militärische Anwendungen. Für ihre Herstellung werden jedoch nicht nur Seltene Erden benötigt, 70 Prozent ihres Gewichts macht Eisen aus und dieses muss für die Magnetfertigung eine besondere Reinheit aufweisen.
Das Startup Hertha Metals will in der US-amerikanischen Wertschöpfungskette für Permanentmagneten eine entscheidende Lücke schließen, denn in den Vereinigten Staaten gibt es keine heimische Produktion von hochreinem Eisen. Wie das Unternehmen am Dienstag meldete, hat es eine Finanzierungsrunde über 133,65 Millionen US-Dollar abgeschlossen, um eine entsprechende Produktionsanlage in Texas zu bauen. Die Jahreskapazität wird mit 10.000 Tonnen angegeben.
Herthas Verfahren kann sowohl mit Erdgas als auch mit Wasserstoff betrieben werden. Das ermöglicht einen flexiblen Betrieb und erlaubt es, die Produktion später mit zunehmender Verfügbarkeit von Wasserstoff emissionsärmer auszurichten.
Neue Beschaffungsvorgaben für das US-Militär ab 2027
Die heimische Eisenproduktion gewinnt auch durch neue Beschaffungsvorgaben des US-Verteidigungsministeriums an Bedeutung. Ab Januar 2027 erfassen die Regeln bei NdFeB-Magneten grundsätzlich die gesamte Lieferkette vom Abbau von Neodym, Eisen und Bor bis zur Herstellung des fertigen Magneten. Vorgesehen sind jedoch Ausnahmen, unter anderem für bestimmte Standardprodukte, Recyclingmagnete und Fälle, in denen regelkonforme Materialien nicht in ausreichender Menge verfügbar sind.
Photo: maki_shmaki

