EU und USA nähern sich beim Thema kritische Rohstoffe an, China baut seinen Einfluss auf die Industrie aus und in Deutschland kommt das Recycling Seltener Erden voran. – Die Details finden Sie in unserem Roundup.
Transatlantische Allianz soll Lieferketten absichern
Die USA und die EU wollen ihre Zusammenarbeit im Bereich kritischer Rohstoffe deutlich ausbauen. Dazu haben beide Seiten am Freitag in Washington, D.C. eine Absichtserklärung unterzeichnet. Diese sieht die Kooperation entlang der gesamten Wertschöpfungskette vor, von der Exploration bis zum Recycling. EU-Handels- und Wirtschaftssicherheitskommissar Maroš Šefčovič und US-Außenminister Marco Rubio stellten zudem einen Aktionsplan vor, in dessen Rahmen weitere Maßnahmen zur Stärkung der Lieferketten geprüft werden sollen.
Zum Artikel.
Mehr Kontrolle in Chinas Seltenerdindustrie
Die große Konsolidierung der chinesischen Seltenerdindustrie ist mittlerweile abgeschlossen und der einst zersplitterte Markt wird von der China Northern Rare Earth Group und der China Rare Earth Group bestimmt und damit weitgehend staatlich. Peking arbeitet dennoch weiterhin am Einfluss auf die Industrie, allerdings deutlich feinkörniger. Wie die Global Times am heutigen Mittwoch meldet, plant das Ministerium für Industrie und Informationstechnologie einen neuen Strafkatalog für Vergehen rund um Förderung, Schmelzen und anderen Prozessen rund um Seltene Erden.
Zum Artikel.
Hypromag startet Recyclinganlage für Seltene Erden in Pforzheim
Recycling gilt als ein wichtiger Baustein, um die Versorgung der europäischen Industrie mit kritischen Rohstoffen wie Seltenen Erden zu verbessern. Allerdings ist die Wiedergewinnungsquote in diesem Bereich bislang noch sehr niedrig. Die Hypromag GmbH, ein Tochterunternehmen des kanadischen Rohstoff-Entwicklungsunternehmens Mkango Resources, will dies ändern. Am Dienstag wurde im baden-württembergischen Pforzheim die neue Recycling- und Fertigungsanlage eröffnet, die erste ihrer Art in Europa.
Zum Artikel.
Rohstoffabbau: Universität der Vereinten Nation fordert Reformen
Die Universität der Vereinten Nationen (UNU-INWEH) hat sich mit den Folgen der globalen Rohstoffförderung auseinandergesetzt. Die weltweite Nachfrage nach kritischen Rohstoffen für die Energiewende und Digitalisierung wie Lithium, Kobalt, Graphit, Kupfer und Nickel dürfte sich bis 2050 etwa vervierfachen, so die Autoren. Für Lithium, Kobalt und Graphit werden sogar Zuwächse von rund 500 Prozent erwartet. Problematisch sei dabei, dass viele dieser Ressourcen aus Regionen stammen, die bereits heute unter hohem Wasserstress leiden oder durch extreme Armut geprägt sind.
Zum Artikel.

