Die Universität der Vereinten Nationen (UNU-INWEH) hat sich mit den Folgen der globalen Rohstoffförderung auseinandergesetzt. Die weltweite Nachfrage nach kritischen Rohstoffen für die Energiewende und Digitalisierung wie Lithium, Kobalt, Graphit, Kupfer und Nickel dürfte sich bis 2050 etwa vervierfachen, so die Autoren. Für Lithium, Kobalt und Graphit werden sogar Zuwächse von rund 500 Prozent erwartet. Problematisch sei dabei, dass viele dieser Ressourcen aus Regionen stammen, die bereits heute unter hohem Wasserstress leiden oder durch extreme Armut geprägt sind. Der Bericht plädiert für verbindliche internationale Standards, strengere Umweltvorgaben und den konsequenten Aufbau einer Kreislaufwirtschaft für Batterien und Elektronik. Ohne grundlegende Reformen, so die Warnung der Autoren, droht die Energiewende bestehende Ungleichheiten weiter zu zementieren. Denn derzeit würden vor allem die Industrieländer und wohlhabende und politisch privilegierte Gruppen von der Förderung kritischer Rohstoffe profitieren, heißt es weiter.
Lesen Sie mehr: Die Unternehmensberatung PwC hat sich 2024 den Klimarisiken für den Rohstoffabbau gewidmet
Photo: Victor Plop via Canva

